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Erster Richterassistent startet Dienst beim Amtsgericht Osnabrück

Presse

Amtsgericht Osnabrück

- Pressestelle -

Pressemitteilung Nr. 6/2021

alt="Schmuckgrafik (zum Artikel Erster Richterassistent startet Dienst beim Amtsgericht Osnabrück)"   Bildrechte: Amtsgericht Osnabrück

Osnabrück, 05.02.2021

Rechtsreferendar Rouven Stahl (im Vordergrund rechts, zusammen mit – von links nach rechts – der Präsidentin des Amtsgerichts Dr. Hölscher, der Leiterin der Zivilabteilung Richterin am Amtsgericht Hillmann und Richterin am Amtsgericht Janning als zuständiger Ansprechpartnerin für die Richterassistenz) ist der erste Richterassistent im Bezirk des Oberlandesgerichts Oldenburg und hat seine Tätigkeit in dieser Woche beim Amtsgericht Osnabrück aufgenommen.

Das von den niedersächsischen Oberlandesgerichten entwickelte Konzept der „Richterassistenz“ soll dazu dienen, besonders geeigneten Referendarinnen und Referendaren die Arbeit in der Niedersächsischen Justiz näher zu bringen, indem sie für maximal ein Jahr mit einer Arbeitszeit von sechs Stunden pro Woche als wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an konkreten Gerichten beschäftigt werden. Hierdurch erhalten die Referendarinnen und Referendare einen vertieften Einblick in die praktische richterliche Tätigkeit. Hierfür ist im Rahmen des Referendariats der Erfahrung nach nicht ausreichend Raum, da dabei die Vorbereitung auf die Zweite Juristische Staatsprüfung im Vordergrund steht. Aus Sicht der Justiz bietet sich durch die Richterassistenz damit die Möglichkeit, frühzeitig vielversprechende Nachwuchsjuristen für eine spätere Tätigkeit in der Justiz zu begeistern. Die Nachwuchsgewinnung in der Justiz steht heute allerorts vor besonderen Herausforderungen. Im Jahr 2028 werden im Richter- und Staatsanwaltsdienst doppelt so viele Altersabgänge zu verzeichnen sein wie im Jahr 2019. Gleichzeitig gehen die Absolventenzahlen der juristischen Staatsexamina zurück. Auf diese Entwicklung hat die Justiz mit vielerlei Projekten, so auch mit der Richterassistenz, reagiert. Das Ziel ist es insofern, die vielversprechenden Nachwuchskräfte so früh wie möglich von der richterlichen Tätigkeit zu begeistern und „an Bord“ zu holen. „Wir am Amtsgericht Osnabrück freuen uns sehr, dass mit Herrn Stahl die Richterassistenz erstmalig im Oberlandesgerichtsbezirk umgesetzt werden kann. Konzeptionell sind wir gut aufgestellt, vor allem fußt die Umsetzung auf der breiten Unterstützung in der Richterschaft.“, so die Präsidentin des Amtsgerichts Dr. Hölscher.

Rouven Stahl stammt aus Stade und hat Rechtswissenschaften in Osnabrück studiert. Nach erfolgreichem Abschluss des ersten Staatsexamens im Jahr 2019 begann er im März 2020 mit dem Referendariat im Bezirk des Oberlandesgerichts Oldenburg. Beim Amtsgericht Osnabrück soll Herr Stahl zunächst die Zivilabteilung unterstützen, während der kommenden Monate indes alle Facetten amtsrichterlicher Tätigkeit kennenlernen und daher auch die weiteren Abteilungen des Amtsgerichts durchlaufen. Besonderes Interesse zeigt Herr Stahl dabei für die vielseitige Tätigkeit der Familienrichterinnen und Familienrichter. „Eine schöne Personalentwicklung wäre es, wenn ich Herrn Stahl nach Abschluss des Referendariats und dem Durchlaufen der richterlichen Probezeit als Richter am Amtsgericht Osnabrück begrüßen könnte.“, so die Präsidentin des Amtsgerichts Dr. Hölscher.

Nähere Informationen erhalten interessierte Referendarinnen und Referendare beim Oberlandesgericht Oldenburg.

Kontakt:

Pressestelle des Amtsgerichts Osnabrück

RiAG Andreas Eienbröker

Telefon: 0541-315-2677

Telefax: 0541-315-6621

E-Mail: andreas.eienbroeker@justiz.niedersachsen.de

Artikel-Informationen

erstellt am:
05.02.2021

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